Montag, 13. Juni 2016

Tobelwanderung zwischen Itschnach und Meilen

Diese Wanderung haben wir am 12. Juni 2016 gemacht.

Eigentlich wollten wir heute ins Welschland fahren.
Aber in Zürich sieht es so sonnig aus, dass wir kurz entschlossen in Stadelhofen
aussteigen und mit dem Bus 912 nach Itschnach Tägermoos fahren.

Der Wanderweg beginnt gleich bei der Bushaltestelle

und schon bald kommen wir zum Rumensee,

den wir auf schön gepflegtem Weg umrunden

wir wandern dann runter zum Schübelweiher

den wir schon ein paar Minuten später erreichen

auch hier führen gut gepflegte Wege um den Weiher

am Schübelweiher

nach diesen Weiherbesichtigungen geht es steil runter

bis ins Küsnachter Tobel

wir folgen dem Küsnachter Dorfbach

vorbei an Wasserfällen

die Wassermengen sind momentan recht hoch

nach der Tobelmüli werden Weg und Bach enger

aber langweilig wird es nicht

so hin und wieder geht es auch auf Treppen hoch

auf märchenhaften Pfaden dem Bach entlang

mit viel Abwechslung

wir kommen aus dem Wald und ins Naturschutzgebiet beim Chüelenmorgen

Wegweiser beim Chüelenmorgen

weiter gehts auf diesem Weg

sachte aufwärts bis nach Guldenen

wiederum an schönen Blumenwiesen vorbei

der Weg wird langsam steiler, eine Pause ist angesagt

wir sind am höchsten Punkt angekommen für heute,
der Aussichtsturm bei der Hochwacht Pfannenstiel ist erreicht

und schon sind wir auf dem Turm

die Aussicht ist zwar eher bescheiden

blauer Himmel ist heute leider Mangelware, 
aber Spass hat es trotzdem gemacht

dann gibts grosse Einkehr im Restaurant Hochwacht Pfannenstiel

danach gehts runter über Eichhalden nach Toggwil

hier treffen wir auf den Dorfbach von Meilen

dem wir einmal mehr auf wunderschönem Weg folgen

auch hier wird es alles andere als langweilig

sanft, aber dauernd geht es runter 

manchmal durch eine wilde Landschaft

aber immer auf gut gepflegten Wegen

und über ganz gefällige Brücken

wieder mal an einem hohen Wasserfall vorbei

ein Blick zurück

auf einer Waldlichtung kommen wir zur Ruine Friedberg,
viel ist da tatsächlich nicht mehr vorhanden

weiter auf lauschigem Weg

die Sitzgelenheiten sind mittlerweile jeweils recht willkommen

weit ist es nicht mehr bis nach Meilen runter

ein plötzlicher Schock: Hier war früher ein lauschiger Weiher

das Tobel wird von unter her zerstört!
Wie lange wohl dürfen wir dieses schöne Tobel noch bewandern?

Traurig wandern wir durchs Dorf und runter zum Zürichsee

die Pantha Rhei läuft gleich ein, wir fahren mit

Wettervielfalt auf der Schifffahrt nach Zürich

am Bürkliplatz steigen wir aus
und fahren mit Tram und Bahn wieder nach Hause.

Heute waren wir etwa 5 Stunden unterwegs,
430 Höhenmeter auf- und 550 abwärts.


Kommentare:

  1. Eine Tobel- oder Schluchttour ist nach dem vielen Regen das einzig Richtige. Herrlich eure Wasserfälle, die ganze Tour hat uns sehr gefallen - bis auf die zerstörenden menschlichen Mächte.
    Eine gute, hoffentlich regenärmere Woche wünscht
    Ayka und Anhang

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Freut uns, dass ihr uns gerne virtuell begleitet habt.
      Mich hat die Zerstörung auch sehr betroffen. Wieviel vom Tobel nun dieser Bauwut zum Opfer fällt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Aber die Betonmafia ist ja leider völlig unersättlich :-(
      Gruss vom Werner und Timi

      Löschen
  2. Es ist traurig mitansehen zu müssen, wie die schöne Natur hier in der Schweiz tagtäglich verbaut wird :-(
    Gruss, Role

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In der Tat ist es traurig zu sehen, wie der schöne Bach in eine Betonröhre gezwängt und die Ufervegetation zerstört und zubetoniert wird. Ob da wieder ein sinnloser Einkaufstempel erstellt wird? Ich weiss es nicht, aber das Ausmass der Zerstörung stimmt mich sehr nachdenklich.
      Gruss vom Werner

      Löschen
  3. Dass von der ganzen schönen Wasserfallwanderung durch hinreissende Gegend nur die beiden negativen Bilder "hängen" bleiben wundert mich.
    Mein Augenmerk ist bei der Blumenwiese auf Bild 23, bei welcher ich die Pflanzen nicht benennen kann.. Aykafraueli kennt sie sicher.
    Ich finde, dass das aktuelle Wetter ganz spezielle, ungewöhnliche Fotos gibt. Mir gefällts.
    Herzliche Grüsse
    Trudy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. So ein Turm ist wirklich toll. In meiner Gegend ist auch einer geplant. Die betroffenen Einwohner sind allerdings dagegen. Schade, immer diese ...

      Löschen
    2. Trudy, du meinst wohl den Wiesenknöterich, der das aktuell nasse Wetter sehr liebt.
      Aykafraueli

      Löschen
    3. Natürlich blieb mehr hängen als nur diese zwei Bilder! Aber jetzt wurde halt grad drüber diskutiert. Wie ich dort an aufgehängten Flyern gesehen habe, wird auch in Meilen drüber diskutiert. Hoffen wir mal, dass wenigstens ein Teil vom Tobel noch für uns erhalten bleibt.
      Das mit dem Aussichtsturm in deiner Gegend: Ich meine gelesen zu haben, dass der gebaut wird? In diesem Herbst soll er stehen?
      Da ich aber keine Details kenne, schreibe ich weiter nichts dazu. Dass Anwohner sich dazu äussern können, finde ich aber sehr gut. Was für einen Aussenstehenden vielleicht eine Bagatelle ist, kann für einen direkt Betroffenen ganz anders aussehen.
      Aber falls der Turm dann mal steht, werden wir sicher auch auf ihm anzutreffen sein!
      Gruess vom Werner und Timi

      Löschen
  4. Ich lese so nichts von "Regen". Kann fast nicht sein. Bei uns hat es mehrfach geschüttet am Sonntag.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dreimal hatten wir Regen:
      Einmal beim Chüelenmorgen, dort gabs Pause im geschützten Häuschen drin. Bei der grossen Pause mit Mahlzeit auf dem Pfannenstiel hat es draussen wie aus Kübeln geschüttet. Und die Pantha Rhei wurde von Herrliberg nach Küsnacht auch kräftig geduscht, als ich drinnen beim Kafi sass :-)
      Gruess vom Werner, der dreimal Glück gehabt hat!

      Löschen
  5. Hoi Werner
    Du nennst die Aussicht vom Turm eher bescheiden. Das sehe ich anders, man sieht ja beinahe den ganzen Zürisee! Ihr seid ja ganz schön verwöhnt bezüglich Aussichten in der Schweiz! Uebrigens bin ich überrascht, dass es in Meilen solche lauschigen Spazierwege hat. Mir kommt zu Meilen sonst nur "Goldküste" in den Sinn...
    LG Anita

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Von den auf dem Turm montierten Alpenzeigern her dürfte man bei Föhnwetter zusätzlich zum See noch viele, viele Berge sehen. Und die waren diesmal leider ziemlich verhüllt.
      Das Dorfbachtobel in Meilen hat auch mich sehr überrascht. Drauf aufmerksam gemacht hat mich der ZVV (Zürcher Verkehrsverein) in einer Werbebroschüre für Bahnfahrten und Erlebnisse im ZVV-Gebiet.
      Gruss vom Werner

      Löschen